20
Mrz
08

Regensburger Burggrabengärtner

Da ich in den letzten Tage mehrfach am Regensburger Burggrabengarten vorbeigekommen bin, und die neusten Kunstwerke des dort hausenden Lebenskünstlers Amaro betrachten konnte, dachte ich mir, wittme ich dem guten Mann einmal einen Eintrag.

Insbesondere nachdem ich vor kurzem der Zeitung entnehmen konnte, dass der arme Mann eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bekommen hat. Wenn man verschönerung unansehnlicher Trümmerhaufen denn so bezeichnen kann. Als angehender Jurist ist mir zwar klar, dass eine Subsumtion unter den Tatbesand durchaus möglich ist, aber wo bleibt da der Sinn.

Hier erstmal einen Blick auf den Ort des geschehens.


Die Musik-Flatrate!

Wie ich weiter der Zeitung entnehmen konnte, besitzt der gute Mann, sogar inzwischen einen Briefkasten - ich habe das überprüft, er wünscht keine Werbung :-P So können Solidaritätsbekundungen - darunter wohl auch ein Angebot von einem Anwalt zur kostenfreien Vertretung in besagtem Prozess - direkt zugestellt werden. Ob die Post das übernimmt konnte bisher von mir nicht ermittelt werden.

Ich jedenfalls finde es schön, die regelmäßig wechselnden Nachrichten und Bilder zu betrachten wenn ich an diesem ansonsten recht unansehnlichen Fleck Regensburg vorbeikomme.

Mehr dazu (und Quelle) - Mittelbayerische

posted by Fix 
 
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4 Responses to “Regensburger Burggrabengärtner”


  1. Gravatar Icon 1 yvi Mrz 20th, 2008 at 19:53

    Gut, er macht weiter… ist ja auch schön
    ! Aber was soll dass “Verkauf für…” sein??? Bin mal gespannt was als nächstes im Burggraben steht :D

  2. Gravatar Icon 2 Elli Mrz 23rd, 2008 at 13:28

    Ich finde, wir widmen dem guten Mann nicht nur einen Eintrag, sondern eine ganze Rubrik!
    Also, ich muss ja zwangsläufig jeden Tag am Peterstor vorbei und ich finde diese Aktion ziemlich klasse!
    Noch vor einem Jahr sah dieser Graben aus wie die Straßen von Moskau, also wie offizielle Müllhalden ;)(ganz am Rande fällt mir ein Witz ein: Was ist MacDonalds in Russland? 47 Kostenlose Toiletten in der Stadt!)
    Seit Armaro Ameise sich dieses Grabens angenommen hat, herrscht in diesem Fleckchen der Stadt eine viel bessere Atmosphäre! Die Menschen, die sonst eilenderweise Omis umrennen und vom Bordstein schubbsen (zugegebener Maßen auch ich), nehmen sich nun tatsächlich 10 Sekunden Zeit, um ihren Kopf über die Brüstung zu stecken, den schönen Garten zu loben, den Geldbrunnen zu bemerken, um dann zu sagen, “schöner Garten, fleißiger Gärtner, aber von mir kriegt dieser Pener keinen Penni!”
    Ferner ist er Ausdruck eines selbstlosen Engagement für unsere Umwelt und gegen die grenzenlose Bebauung und Zubetonierung unserer Stadt!
    Stararchitekt Martin Scheuerer- derselbe, der nach 2 Jahren getaner Arbeit die Anzeige gegen Amaro erstattet hat- hat nämlich eine vieeel bessere Idee: Man möge den besagten Platz doch lieber nutzen, um ein Hochhaus zu errichten und zwar ganz nach dem die Uni verpestenden Stil der 60er Jahre! NEIN DANKE!
    In diesem Sinne, weiter Guerilla- Gärtner, Amaro Ameise!

  3. Gravatar Icon 3 Tonina Okt 25th, 2009 at 11:06

    Ich habe von Amaroland im Fernsehen gehört.
    Alles, was Amaro sagt, kann ich gut nachvollziehen. Ich mag Lebenskünstler.

    Ich mag aber auch beide Seiten anschauen, wenn ich einen Konflikt sehe, der im Grunde viele Städte und viele Einwohner betrifft.
    Viele Städte haben künftig wenig Geld.
    Es wird vielen Stadtoberen “einfallen” (da sie finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen), dass da doch noch das eine oder andere denkmalgeschützte Stückchen Erde ist, das man besonders hoch handeln könnte….das ist verständlich, und man sollte noch dran glauben, dass das, was den Städten zugute kommt, auch der Allgemeinheit zugute kommen könnte….
    Wie wäre es , im Verständnis für diese Situation Amaro dahingehend zu unterstützen, dass sein Amaroland in vielen Städten Nachahmer fände, und die Stadt für die Besichtigung des Amaroland bundesweit eine Besucher-Spende bekommen würde?
    Eine Spende für die arme notleidende Stadt?
    1 EUR vielleicht pro Besucher? Ein EUR macht bei Tausend Besuchern in bundesweit 1000 kleinen “Amaroländern” schon 1 Million.
    Und die Stadt/Städte würden immer an ihren kleinen Amaros auch jahrelang mitverdienen, während sie ihr Grundstück nur EINMAL verkaufen kann.

    Ich grüße Euch
    und wünsche Amaroland viele Freunde…
    Tonia aus Hamburg

  4. Gravatar Icon 4 Fix Okt 25th, 2009 at 16:46

    wirklich eine tolle Idee. Man sollte das wirklich mal durchspielen.
    Aber vermutlich wäre doch wieder niemand bereit auch nur 1€ locker zu machen. Schade eigentlich.

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